Umweltverträglicher Anbau
Das Klima und die Bodenbeschaffenheit bestimmen die Art und Weise, in der Kartoffeln angebaut werden. Aber auch die Anforderungen der Verbraucher spielen eine Rolle. Der moderne Verbraucher hält einen umweltverträglichen Anbau für wichtig und achtet auch beim Kauf von Kartoffeln immer mehr auf dieses Kriterium. Niederländische Kartoffelbauern gehen daher immer häufiger zu einem integrierten oder biologischen Anbau über. Beim integrierten Anbau verwendet der Bauer möglichst wenig Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel. Generell jedoch kommen nur die Mittel zum Einsatz, die die Umwelt am wenigsten belasten. Zugleich suchen die Züchter ständig nach neuen Kartoffelsorten, die aus eigener Kraft Krankheiten und Seuchen widerstehen können.
Außerdem entwickeln Ackerbauern, Händler und Forscher immer bessere Anbau‑ und Lagerungsmethoden. Beim biologischen oder ökologischen Anbau setzt der Bauer keinerlei chemische Dünge‑ oder Bekämpfungsmittel ein. Die niederländischen Kartoffelbauern, die Händler und die Industrie haben aus eigener Initiative Vereinbarungen über einen weiter abnehmenden Verbrauch von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln getroffen. Kartoffeln aus biologischem Anbau sind am Öko‑Prüfsiegel zu erkennen. Daß die Gesetzlichen Produktionsbedingungen des biologischen Anbaus eingehalten werden, überprüft "Skal", eine vom niederländischen Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei dafür eingesetzte Kontrollinstanz.


